Hier finden Sie einige der häufig an uns gestellten Fragen. Weitere Informationen zu Cotton made in Africa, der Aid by Trade Foundation, unseren Partnern oder zu Ihren unternehmerischen Möglichkeiten in der Cotton made in Africa Initiative finden Sie auf den entsprechenden Seiten unserer Website.
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Cotton made in Africa Baumwolle ist von guter sozialer, ökologischer, aber natürlich auch technischer Qualität: Als Mittelstapel-Baumwolle hat sie relativ lange Fasern und ergibt vielseitig verwendbare Garne, die weltweit zu Stoffen von Mode- und Heimtextilien verarbeitet werden.
Die hohe Qualität der afrikanischen Baumwolle rührt nicht zuletzt von der kleinbäuerlichen Pflege und der Handernte in vollreifem Zustand. Die hohe Qualität wird im Rahmen der Cotton made in Africa Initiative weiter verbessert: In einigen Projektländern ersetzen beispielsweise Baumwolltaschen die bei der Ernte üblichen Plastiksäcke. Damit kann eine Verunreinigung der geernteten Baumwolle durch Plastikreste verhindert werden. In Sambia wird die geerntete Baumwolle zusätzlich noch vor dem nächsten Verarbeitungsschritt, der Entkörnung, manuell von weiteren Verunreinigungen, wie etwa Federn gesäubert.
Im Rahmen der Cotton made in Africa Initiative lernen die beteiligten Bauern in Schulungen moderne und effiziente Anbaumethoden und einen moderaten und bewussten Umgang mit Pestiziden kennen.
Über die Schulungsmaßnahmen hinaus, realisiert die Initiative im Schulterschluss mit afrikanischen Partnern wie z.B. den Baumwollgesellschaften und Bauernorganisationen, mit Unternehmen der Nachfrageallianz und Organisationen aus der Entwicklungszusammenarbeit konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der lokalen Infrastruktur. Die Public Private Partnership-Projekte (PPP-Projekte) haben das Ziel z.B. die Situation im Bildungsbereich (Bau von Schulen, Alphabetisierung von Erwachsenen, etc.) oder die dörflichen Infrastruktur zu verbessern.
Weiterhin sollen die Produzenten der Baumwolle durch Rückführungen der aus Lizenzen erwirtschafteten Überschüsse perspektivisch direkt finanziell profitieren.
"Cotton made in Africa" ist eine „Ingredient Brand“ also eine Art Gütesiegel, das für nachhaltig produzierte afrikanische Baumwolle steht. Das Siegel tritt immer neben einer bereits existierenden Marke bzw. in den textilen Sortimenten der Partnerunternehmen als „Zusatzqualität“ zum jeweiligen Produkt auf und wird auch als solche gekennzeichnet. Viele Cotton made in Africa Artikel sind mit einem bordeauxroten Etikett gekennzeichnet, dass eine einfache Wiedererkennung für den Kunden ermöglicht.
Aus der nachhaltigen Baumwolle gibt es derzeit fast jede Art von Textilien außer Schuhen:
T-Shirts, Jeans, Hosen, Sweatshirts, Strickpullover, Unterwäsche, Nachtwäsche, Strümpfe, Bettwäsche, Bettwaren, Matratzen.
Bislang wird gut 98% der auf unserer Erde produzierten Baumwolle konventionell angebaut. D.h. es wird wenig Rücksicht genommen auf Wasserverbrauch, Bodenfruchtbarkeit, den Einsatz von Pestiziden oder die Einhaltung minimaler Sozialstandards, wie etwa tariflicher Mindestlöhne oder das Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit. In vielen Entwicklungsländern wird Baumwolle weitaus überwiegend durch Kleinbauern angebaut. Der Anbau erfolgt oft mit einfachsten Mitteln und in Handarbeit im Kreise der Familie.
Sowohl Fair Trade als auch Cotton made in Africa haben das Ziel die Lebensumstände dieser Kleinbauern zu verbessern und ihr Wirtschaften auf eine nachhaltige Grundlage zu stellen. Dazu gehören Trainingsmaßnahmen zur Erhöhung der Ernteerträge, der ressourcenschonende Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und dem besseren Schutz der Umwelt sowie begleitende Projekte zur Verbesserung der lokalen Infrastruktur, wie beispielsweise der Bau von Schulen.
Beiden Organisationen geht es also darum die wirtschaftliche, soziale und Umweltsituation von Kleinbauern in den Entwicklungsländern zu verbessern. Cotton made in Africa (CmiA) arbeitet dabei ausschließlich in Subsahara-Afrika, Fair Trade hauptsächlich auf dem indischen Subkontinent. Zur Umsetzung ihrer Prinzipien bedienen sich CmiA und Fair Trade einem in wesentlichen Punkten ähnlichen Anforderungskatalog, den die beteiligten Kleinbauern und Bauerngruppen sofort bzw. zunehmend einhalten müssen (Ausschluss- und Nachhaltigkeitskriterien). Diese Prinzipien werden im Rahmen einer Verifizierung (CmiA) bzw. Zertifizierung (Fair Trade) in den Produktionsländern überprüft.
Fair Trade überprüft über eine Schwesterorganisation (FLO-Cert) sowohl auf den Anbaufeldern als auch in der verarbeitenden Wertschöpfungskette, also beispielsweise in der Konfektionierung. Cotton made in Africa prüft in den Anbauländern bei den Bauern und in den Entkörnungsanlagen. In der weiteren Verarbeitung werden sozoökonomische Standards durch beteiligte Einzelhändler, in der Regel im Rahmen bestehender Verifizierungssysteme (FLA, SAI, BSCI) überprüft.
Die Unterschiede zwischen den beiden Standards ergeben sich durch die etwas unterschiedlichen Geschäftsmodelle von Cotton made in Africa (CmiA) und Fair Trade:
Auch wenn sie etwas anders vorgehen und ein anderes Geschäftsmodell vertreten, haben Cotton made in Africa und Fair Trade das gleiche Ziel: Hilfe zur Selbsthilfe für die Ärmsten im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung.
Generell gibt es in einigen Ländern Afrikas einen Trend hin zum Einsatz von genverändertem Saatgut. Viele Afrikaner sehen in der Gen-Baumwolle einen technischen Fortschritt, von dem auch sie profitieren wollen. Bis Sommer 2012 hat Cotton made in Africa ein Moratorium auf genetisch modifizierte Baumwolle erlassen. Bis zu diesem Zeitpunkt wird es keine Cotton made in Africa Baumwolle aus genverändertem Saatgut geben. Derzeit lässt Cotton made in Africa Studien zum Thema genveränderte Baumwolle durchführen. Auf dieser Grundlage wird der Sachverhalt nach Ablauf des Moratoriums erneut bewertet und entschieden, wie die Initiative in Zukunft zu diesem Thema stehen wird.