MeilensteineCotton made in Africa
In ihrer erst kurzen Geschichte hat die Initiative Cotton made in Africa bereits einige wichtige Meilensteine bewältigt. Aus einer Idee wurde innerhalb weniger Jahren ein weltweit angelegtes, nachhaltig agierendes Handelsnetzwerk. Von 400.000 verkauften Kleidungsstücken aus der nachhaltigen, afrikanischen Baumwolle im Jahr 2007, schaffte es die Initiative dank einer stetig wachsenden Nachfrageallianz in 2010 den Absatz um das 25-fache auf 10.000.000 Stücke zu steigern. Für 2011 erwartet Cotton made in Africa weitere Partnerschaften im Rahmen der Nachfrageallianz und damit erneut einen beträchtlichen Anstieg der weltweiten Nachfrage.
2003
Die Welthandelskonferenz in Cancun scheitert am Protest afrikanischer Staaten, die sich gegen Handelsverzerrungen durch Agrarsubventionen zu Wehr setzen.
2005 – Die Gründung
Der Unternehmer Dr. Michael Otto ruft die Cotton made in Africa-Initiative ins Leben und gründet als Trägerorganisation die Aid by Trade Foundation. Neben Partnern der öffentlichen Hand wie Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) und der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) treten der Initiative auch Nichtregierungsorganisationen wie der WWF und die Welthungerhilfe sowie zwei Unternehmen als Partner bei. Die Initiative nimmt ihre Arbeit in Benin, Burkina Faso und Sambia auf und beginnt mit den Schulungen von 150.000 Kleinbauern.
2006
Das erste Produkt (eine Herrenjacke) wird aus Cotton made in Africa-Baumwolle hergestellt. Weitere fünf Unternehmen treten in die Nachfrageallianz ein und nutzen die Cotton made in Africa-Baumwolle für ihre Kollektionen.
2007
Weltweit werden etwa 440.000 Kleidungsstücke aus Baumwolle von Cotton made in Africa verkauft. Die Stiftung beschäftigt inzwischen fünf Mitarbeiter.
2008
Die Zahl der verkauften Textilien aus der nachhaltig erzeugten afrikanischen Baumwolle steigt auf über zwei Millionen. Mit der Bill and Melinda Gates Foundation tritt ein weiterer prominenter Förderer der Initiative bei.
2009
Die Nachfrage nach Cotton made in Africa steigt auf über 6 Millionen Teile an. Die Initiative expandiert in die USA; das erste amerikanische Unternehmen wird als Partner gewonnen. Malawi und Côte d‘Ivoire kommen als weitere Anbauregionen mit hinzu. Die erste externe Verifizierung wird in den drei westafrikanischen Ländern Benin, Burkina Faso und Côte d’Ivoire durchgeführt. In Burkina Faso startet ein Alphabetisierungsprojekt für 5000 Erwachsene in den Anbauregionen von CmiA.
2010
Die erste externe Verifizierung wird in den Ländern des südlichen Afrikas, Sambia und Malawi durchgeführt. Mit inzwischen über 20 Nachfragepartnern aus Deutschland, Frankreich, Spanien, Belgien, Holland und den USA wurde ein Absatz von über 10 Millionen Kleidungsstücken aus Cotton made in Africa-Baumwolle erreicht. Es nehmen 240.000 Kleinbauern – mit Familienmitgliedern sind es 1,2 Mio. Menschen – in Benin, Burkina Faso, Côte d‘Ivoire, Malawi und Sambia an der Initiative teil. Auf einer Anbaufläche von insgesamt 316.509 ha werden 90.328 Tonnen Cotton made in Africa Baumwolle produziert.
Plan 2011/2012:
Anbaufläche: 500.000 ha
Baumwolle: 160.000 t
Kleinbauern: 450.000
Kleidungsstücke: über 15 Mio.
2011
Bereits zu Beginn des Jahres 2011 gibt es viele gute Signale für die Cotton made in Africa-Initiative. Unter anderem tritt die Baumwollgesellschaft Cargill / Sambia der Initiative bei. So unterstützt Cotton made in Africa immer mehr afrikanische Kleinbauern. In den Anbauregionen werden weitere Alphabetisierungs- und Sozialprojekte in Kooperation mit Partnern gestartet.