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Cotton made in Africa Top

SambiaLänderporträt

    • Fläche: 752.614 Quadratkilometer
    • Einwohnerzahl: ca. 12,6 Millionen
    • Bevölkerungsdichte: ca. 17 Einwohner pro Quadratkilometer (vgl. Deutschland: 229 Einwohner pro Quadratkilometer)
    • Amtssprache: Englisch
    • Unabhängig: seit 1964
    • Hauptstadt: Lusaka
    • Staatsform: Präsidialrepublik (im Commonwealth); Verfassung von 1991
    • Durchschnittliche Lebenserwartung: 44 Jahre
    • Analphabetenrate: 29,4 %  (Bevölkerung über 15 Jahre)
    • Top 3 Exportgüter: Kupfer, Kobalt, Elektrizität
    • Anzahl Baumwollbauern: 145.000 (Stand 2010)
    • Anzahl „Cotton made in Africa“-Bauern: 72.472 (Stand 2010)
    Sambia map
    Sambia ist ein Binnenstaat im südlichen Afrika und liegt auf dem zentralafrikanischen Plateau; die Hauptstadt Lusaka im Süden liegt auf einer Höhe von ca. 1.300 Metern. Durch die Höhenlage hat Sambia ein gemäßigtes, tropisches Klima.
    Als Sambia 1964 in die Unabhängigkeit entlassen wurde, galt es als eines der wohlhabendsten Länder Afrikas. Lange Zeit konzentrierte sich das Land ausschließlich auf den Export von Kupfer und Kupferprodukten, während andere Wirtschaftssektoren vernachlässigt wurden. Durch den Verfall der Rohstoffpreise und wirtschaftspolitische Entscheidungen stürzte Sambia in große wirtschaftliche Not. Immer wieder stand in Sambia ein Aufschwung kurz bevor, doch nicht zuletzt die dramatische Ausbreitung von HIV und Aids machen der Wirtschaft des Landes zu schaffen. Doch es gibt auch Grund für Optimismus: Landwirtschaft und Tourismus bieten viel Potential für wirtschaftliche Stabilität. Hoffnung ruht auch auf der Baumwolle.
    Africa map

          Vegetationszonen Afrikas mit CmiA Anbaugebieten

    Sambia ist etwa doppelt so groß wie die Bundesrepublik Deutschland und hat fast 13 Millionen Einwohner. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen liegt aufgrund der hohen Sterblichkeit durch die Immunschwächekrankheit Aids bei nur 44 Jahren; die HIV-Infektionsrate liegt im weltweiten Vergleich extrem hoch. Im Jahr 2006 waren rund 750.000 Kinder in Sambia Aids-Waisen; für das Jahr 2015 rechnen die Behörden damit, dass eine Million Kinder – rund 20 Prozent aller Kinder im Land – ohne Eltern aufwachsen müssen. Nur ein kleiner Teil der Waisen hat die Chance, in einem Kinderheim aufgenommen zu werden. Rund sechs Prozent der Kinder sind obdachlos, das Kinderhilfswerk Unicef geht sogar von zehn Prozent aus.

    Die Regierung Sambias investiert jedoch stark in den Gesundheitssektor des Landes, insbesondere in die Bekämpfung von HIV und Aids. Die Regierung nimmt HIV und Aids als nationale Bedrohung wahr und startete ein flächendeckendes Programm zur Verhinderung der Verbreitung von HIV, das eine kostenlose Behandlung von Aids und eine Behandlung der Erkrankten mit Medikamenten vorsieht. Das Programm trägt maßgeblich dazu bei, dass viele Kleinbauern, die bislang ihre kranken Familienangehörigen betreuen mussten nun wieder in der Landwirtschaft arbeiten können und somit zum Einkommen der Familie beitragen.

    Cotton made in Africa images

    Trotz des gemäßigten Klimas, ausreichender Wasserressourcen, guter Böden und reichhaltiger Bodenschätze wie Kupfer, Kobalt und Edelsteinen gehört Sambia zu den ärmsten Ländern der Welt. Ein Grund hierfür ist die nur einseitige wirtschaftliche Entwicklung des Landes, das lange Zeit fast ausschließlich auf den Kupferabbau im so genannten Kupfergürtel, einem Bergwerksdistrikt im Norden des Landes, setzte und der weitgehenden Verstaatlichung der Bergbauindustrie. Unter dem langjährigen Präsidenten Kenneth Kaunda, einem noch heute weltweit angesehenen Politiker, versuchte das Land über Jahrzehnte von den späten 1960er Jahren bis zum Beginn der 1990er hinweg einen dritten Weg zwischen Kapitalismus und Sozialismus.

    In den 1970er Jahren sanken die Preise für Bodenschätze, insbesondere für das Hauptexportgut Kupfer dramatisch. Die wirtschaftlichen Folgen trafen das Land schwer, da andere Wirtschaftssektoren wie die Landwirtschaft in der Entwicklung stark vernachlässigt worden waren. Erst mit einem großen Reprivatisierungsprogramm und der Unterstützung der Weltbank und des Internationales Währungsfonds in den 1990er Jahren begann die wirtschaftliche Erholung. Mittlerweile wird auch die Entwicklung anderer Wirtschaftsektoren vorangetrieben.

     


    Der Baumwollsektor Sambias hat jedoch wie der gesamte Agrarsektor des Landes noch stark mit infrastrukturellen Problemen zu kämpfen. Durch Agrarsubventionen bedingt wurde in der Vergangenheit überwiegend der Maisanbau gefördert und andere Agrarprodukte, welche in Sambia unter idealen Bedingungen anzubauen wären, wie Kaffee oder Baumwolle, vernachlässigt. Außerdem gehen Schätzungen davon aus, dass das Ackerland nur zu einem geringen Teil wirtschaftlich genutzt wird. Baumwolle wird in Sambia vor allem von Kleinbauern angebaut. Sie hat in Sambia – besonders wegen der guten klimatischen Bedingungen – Zukunft.

    Hoffnung setzen die Sambier auf den Tourismus. Zwar bleibt der Massentourismus aufgrund fehlender Infrastruktur noch aus, Naturattraktionen wie die zahlreichen Nationalparks und die berühmten Viktoriafälle bergen jedoch große Potentiale. Gespeist wird die wohl berühmteste sambische Sehenswürdigkeit durch den Fluss Sambesi, welcher dem Land seinen Namen gab, das Land auf über 1550 Kilometern durchfließt und hier auf über 1700 Metern Breite in über 100 Meter Tiefe rauscht. Die Tier- und Pflanzenwelt Sambias ist durch die geographische Vielfalt besonders Artenreich. Die 19 Schutzgebiete des Landes beherbergen viele der Tierarten, welche man als Kind typischerweise mit dem afrikanischen Kontinent verbindet.

    Aktuelle Informationen zu Sambia bekommen Sie unter anderem auf den Seiten des Auswärtigen Amtes.

    CmiA graphic
    Cotton made in Africa images

    Quellen: Human Development Report 2009 (UN); Auswärtiges Amt; World Development Indicators 2009; Fischer Weltalmanach (Bundeszentrale für politische Bildung)

    Teaser Meilensteine

    Augen auf beim BaumwollkaufSo erkenne ich Cotton made in Africa

    Viele Modeuntenehmen kennzeichnen die Ware, deren Kauf die Cotton made in Africa Initiative unterstützt , mit einem gewebten Einnäher und einem größeren Papier-Etikett . Der Stoff-Einnäher zeigt das Logo von Cotton made in Africa: Die weiße Baumwollblüte ...

    Afrikanische BaumwolleWeltweit gefragter Stoff

    Afrikanische Baumwolle wird fast ausschließlich von Kleinbauern angebaut. Nachhaltige Anbaumethoden bringen Landwirtschaft, Natur und Mensch in Einklang. Etwa acht Prozent der am Weltmarkt gehandelten Baumwolle wird in Afrika in Ländern südlich der Sahara geerntet. In Afrika wird Baumwolle fast ausschließlich von Kleinbauern angebaut, es existieren nur wenige Großplantagen ...