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Was wir tunDie Initiative

Die Aid by Trade Foundation leistet Hilfe zur Selbsthilfe durch Handel. Konkret arbeitet die Stiftung mit ihrer Initiative Cotton made in Africa an der Verbesserung der Lebensbedingungen afrikanischer Baumwollbauern in Benin, Burkina Faso, Sambia, Malawi, Mosambik und Cote d’Ivoire.
Um das Einkommen der Bauern nachhaltig zu steigern, schickt die Initiative keine Spendengelder nach Afrika. Sie kümmert sich vielmehr darum, eine stabile Nachfrage für die nachhaltig angebaute Bauwolle auf dem Weltmarkt zu etablieren. Dazu baut die Aid by Trade Foundation ein Netzwerk von internationalen Textilunternehmen als Nachfrageallianz auf. Die beteiligten Firmen erhalten die Cotton made in Africa-Baumwolle zu Weltmarktpreisen, führen aber eine Lizenzgebühr an die Stiftung ab. Die Höhe der Lizenzgebühr beträgt derzeit ungefähr 2,5 Prozent des Wareneinstandspreises der Textilunternehmen.

Die Überschüsse fließen in die Durchführung landwirtschaftlicher Schulungen in den Anbaugebieten, in die Co-Finanzierung von sozialen Projekten, etwa zur Verbesserung der schulischen Infrastruktur. Derzeit werden diese Maßnahmen noch durch die Mittel der staatlichen Partner sowie der Bill & Melinda Gates Foundation finanziert. Darüber hinaus finanziert die Stiftung mit einem Teil der Lizenzeinnahmen die Vermarktung und Verifizierung der Cotton made in Africa-Baumwolle. Die Bauernfamilien sind durch alle diese Maßnahmen direkt am Erfolg der Initiative beteiligt: Ihre Lebensbedingungen werden spürbar verbessert. 
Schulungen der Kleinbauern



Schulungen der Kleinbauern

In Schulungen lernen die Kleinbauern moderne und effiziente Anbaumethoden und einen bewussten Umgang mit Pestiziden kennen, der auf dem Schadschwellenprinzip basiert. Nach diesem Prinzip kommen bestimmte Pestizide erst ab einem gewissen Grad des Schädlingsbefalls zum Einsatz. Hierfür werden die Felder systematisch nach Schädlingen abgesucht. Zu diesem Zweck wurde ein einfaches und leicht zu bedienendes Instrument erarbeitet. So wird nicht nur der Pestizideinsatz reduziert, die Bauern lernen auch Schädlinge von Nützlingen zu unterscheiden und diese für den Anbau einzusetzen. Weitere zentrale Schulungsinhalte sind die effiziente Verwendung von Regenwasser und der moderate und bewusste Einsatz von Düngemitteln, insbesondere die Verwendung von organischem Dünger. Dieses Wissen hilft den Bauern, die Qualität ihrer Baumwolle zu verbessern und höhere Ernteerträge zu erzielen. Die Organisation der Trainingsmaßnahmen übernehmen die Baumwollgesellschaften vor Ort, welche ebenfalls an einer Erhöhung der Produktivität der zuliefernden Kleinbauern interessiert sind.




Trainingseinheiten:

  1. Grundanbautechniken

  2. Landwirtschaftliche Praktiken, die dem Schutz und der Erhaltung von Böden und Wassergebieten dienen, also Oberflächenabfluss und Erosion minimieren sowie verbesserte Möglichkeiten für den Anbau und den Schutz von Pflanzen bieten sollen. Hierzu zählen auch Maßnahmen zum kontrollierten und möglichst geringen Einsatz von Pestiziden.

  3. Tierhaltung und Bodenbearbeitung mit Zugtieren

Die Schulungen sind immer auf die Bedürfnisse der jeweils teilnehmenden Kleinbauern und an die regionalen Gegebenheiten angepasst. Die Schulungen werden seit 2010 im Rahmen der Competitive African Cotton Initiative (COMPACI) umgesetzt und von der Bill & Melinda Gates Foundation und dem deutschen Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mitfinanziert.

Sozialprojekte („Community Projects“)

Das Ziel der Aid by Trade Foundation, durch die Initiative Cotton made in Africa die Lebensbedingungen der Menschen in Afrika zu verbessern, wird nicht nur durch die Förderung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft verfolgt. Die Dorfgemeinschaften werden durch so genannte „Community Projects“ zudem nachhaltig und infrastrukturell gefördert. Projekte werden insbesondere im Bereich der Primär- und Erwachsenenbildung realisiert. Die Dorfgemeinschaften können aber auch mit konkretem Unterstützungsbedarf an die Initiative herantreten. Diese Projekte werden im Schulterschluss mit Unternehmen aus der Nachfrageallianz, Organisationen aus der Entwicklungszusammenarbeit und Partnern vor Ort als Public Private Partnership-Projekte (PPP-Projekte) umgesetzt.
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Analphabetenrate
(Bevölkerung über 15 Jahre)

Erwachsenenbildung

Wie wichtig der Schwerpunkt Erwachsenenbildung, vor allem die grundlegende Alphabetisierung ist, zeigen die Ergebnisse des Weltentwicklungsberichtes schon seit Jahren. Die Cotton made in Africa-Projektländer zählen hier teilweise zu den Ländern, die weltweit am schlechtesten eingestuft wurden. Der hohe Anteil der Erwerbstätigen, die weder lesen noch schreiben können, beeinträchtigt das wirtschaftliche Leben und das Wirtschaftswachstum der jeweiligen Länder. Auch im Rahmen der Cotton made in Africa-Initiative ist dieses Problem spürbar: Viele Kleinbauern können das Potential der Schulungen oder anderer Fördermaßnahmen nicht ausschöpfen, da sie sich weder Notizen machen, noch Informationsmaterial oder Hinweise lesen können.

Erwachsenenalphabetisierung


Hier wird Cotton made in Africa aktiv: Schon im Herbst 2009 wurde das erste „Community Project“ zur Erwachsenenalphabetisierung in Burkina Faso als PPP-Maßnahme angestoßen. Gemeinsam mit der Otto Group, Otto Österreich, der Welthungerhilfe (DWHH) und der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) sollen im Rahmen des Projekts 5.000 Erwachsene lesen und schreiben lernen. Seit Ende 2010 läuft außerdem ein Projekt zum Bau und zur Ausstattung von Schulen im Norden Benins. In Kooperation mit Tchibo, der DEG, der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), der ortsansässigen Baumwollgesellschaft und lokalen Bauernorganisationen sollen sowohl die schulische Infrastruktur als auch die Qualität des Unterrichts in den Cotton made in Africa-Regionen verbessert werden. Weitere Projekte in anderen Projektländern befinden sich zurzeit in Vorbereitung.
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Aufbau einer Nachfrageallianz für die Cotton made in Africa-Baumwolle

Rückführungen von Überschüssen, Schulungen für die Farmer und soziale Projekte können nur mit Hilfe der Lizenzeinnahmen aus dem Verkauf von Cotton made in Africa-Baumwolle realisiert werden. Auch der Preis für die Baumwolle und somit das Einkommen der Bauern ist von einer stabilen Nachfrage auf dem Weltmarkt abhängig. Der internationale Auf- und Ausbau der Nachfrageallianz gehört somit zu den zentralen Aufgaben der Aid by Trade Foundation.

Cotton made in Africa bietet Textilunternehmen die Möglichkeit den Rohstoff Baumwolle  aus einem nach sozialen und ökologischen Kriterien kontrollierten System zu beschaffen. Dabei tritt die Stiftung als Makler auf: Sie vermittelt zwischen den Interessen der Bauern, die ihre Baumwolle auf dem Weltmarkt verkaufen, und den Textilunternehmen, die den nachhaltig produzierten Rohstoff nachfragen möchten.

Die Unternehmen der Nachfrageallianz beziehen die Baumwolle von Cotton made in Africa zu Weltmarktpreisen, führen dann aber eine Lizenzgebühr an die Stiftung ab. Diese richtet sich nach dem Wareneinstandspreis, der Menge der abgenommenen Baumwolle und der Dauer der Zusammenarbeit. Aktuell beträgt die Lizenzgebühr ca. 2,5 Prozent des Wareneinstandspreises.
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Unterstützung der Nachfrageallianz

Die Initiative bietet den Unternehmen, die Cotton made in Africa-Baumwolle nachfragen, Unterstützung bei Vermarktung und Kommunikation an. So stellt sie etwa POS-Materialien zur Verfügung und bietet interessante Kooperationsmöglichkeiten in der Pressearbeit an.

Zudem unterstützt Cotton made in Africa die Handelspartner auch bei der Weiterverarbeitung der Baumwolle, etwa der Suche nach Spinnereien und Stoffproduzenten. Die Aid by Trade Foundation unterhält zu diesem Zweck eine „Global Sourcing“ Einheit, die den Handelsunternehmen und Produktionsbetrieben weltweit als Service-Dienstleister zur Verfügung steht. Unterstützt wird diese Aktivität durch Textilexperten, die in den Märkten Bangladesch, China und der Türkei für ständige Verfügbarkeit an Cotton made in Africa-Baumwolle und -Garnen sorgen. Der Vorteil: Die Unternehmen der Nachfrageallianz können überall zügig auf die Baumwolle zugreifen, die sie für die Produktion ihrer Textilien vor Ort benötigen.

Der Sourcing-Bereich von Cotton made in Africa bietet auch regelmäßig Workshops an: Dort wird den Teilnehmern z.B. aus den Importbüros der Partnerunternehmen vermittelt, wie Cotton made in Africa-Baumwolle leicht und kostenneutral in der textilen Kette des jeweiligen Unternehmens eingesetzt werden kann.

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Teaser Meilensteine

Augen auf beim BaumwollkaufSo erkenne ich Cotton made in Africa

Viele Modeuntenehmen kennzeichnen die Ware, deren Kauf die Cotton made in Africa Initiative unterstützt , mit einem gewebten Einnäher und einem größeren Papier-Etikett . Der Stoff-Einnäher zeigt das Logo von Cotton made in Africa: Die weiße Baumwollblüte ...

Afrikanische BaumwolleWeltweit gefragter Stoff

Afrikanische Baumwolle wird fast ausschließlich von Kleinbauern angebaut. Nachhaltige Anbaumethoden bringen Landwirtschaft, Natur und Mensch in Einklang. Etwa acht Prozent der am Weltmarkt gehandelten Baumwolle wird in Afrika in Ländern südlich der Sahara geerntet. In Afrika wird Baumwolle fast ausschließlich von Kleinbauern angebaut, es existieren nur wenige Großplantagen ...