15 Prozent aller Textilien
Im Gespräch mit Torsten Stau, Bereichsleiter Strategischer Einkauf der REWE Group in Köln
Die Rewe Group ist vor kurzem als erster Lebensmittelhändler der Initiative Cotton made in Africa beigetreten. Was waren die Hauptgründe dafür?
Als erster Lebensmittelhandelskonzern in Europa ist die REWE Group der von der Aid by Trade Foundation getragenen Initiative „Cotton made in Africa“ beigetreten. Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Politik sowie Nichtregierungsorganisationen werden rund 150.000 afrikanische Kleinbauern in effizienten und umweltschonenden Anbaumethoden geschult. Ziel ist es, die Qualität der Baumwolle zu verbessern und die Erträge zu steigern. Zudem sichert der Aufbau einer Nachfrageallianz in den Industrieländern den dauerhaften Absatz der Baumwollprodukte. Mit dieser Hilfe zur Selbsthilfe sollen die Bauern zunächst in Benin, Burkina Faso, Sambia und Mosambik aus eigener Kraft die Armutsspirale dauerhaft durchbrechen.
Welche Produkte sollen das Cotton made in Africa-Label tragen und ab wann?
Im Rahmen ihre Beteiligung plant die REWE Group, ab 2010 mindestens 15 Prozent der in den mehr als 5.700 REWE- und Penny-Märkten verkauften Textilien mit dem prägnant roten „Cotton made in Africa“-Logo anzubieten.
Was verstehen Sie unter einer zeitgemäßen Definition von Nachhaltigkeit?
Als international agierender Händler haben wir eine ganz besondere Verantwortung für die Produkte und Dienstleistungen, die wir in unseren Märkten anbieten. Diese Verantwortung nehmen wir gerne an. Dabei spielt der Einkauf eine wesentliche Rolle, da wir entlang der gesamten Wertschöpfungskette Nachhaltigkeitsaspekte definieren, die einzuhalten sind. Dabei handelt es sich je nach Warengruppe um ganz unterschiedliche Ansätze. Bei Best Alliance im Bereich Obst & Gemüse gehen wir beispielsweise bis in den Vertragsanbau; im Non Food werden unsere Lieferanten nach BSCI auditiert. Mit Bioprodukten und Fair Trade gestalten wir unsere Sortimente nachhaltig und tragen den gestiegenen Kundenwünschen damit Rechnung. Dies sind nur einige Beispiele unserer Aktivitäten an dieser Stelle.
REWE hat überdies große Ziele in Sachen Klimaschutz. Was genau streben Sie diesbezüglich an?
Nachdem die REWE Group bereits der größte Nutzer von Grünstrom in Deutschland ist, setzt sich das Unternehmen mit der am 26. Juni erstmals veröffentlichten Klimabilanz das ambitionierteste Reduktionsziel im europäischen Lebensmittelhandel: Bis 2015 wird die REWE Group ihren jährlichen CO2-Ausstoß von 2,5 Millionen Tonnen um 30 Prozent senken. Im Vergleich zum Referenzjahr 2006 verringern sich damit die CO2-Emissionen pro Quadratmeter Verkaufsfläche von 320 auf 224 Kilogramm.
Kontakt:
Andreas Krämer
REWE Group
Unternehmenskommunikation
Pressesprecher
REWE-Zentral AG
Domstraße 20
50668 Köln
Telefon: +49 221 149-1054
Telefax: +49 221 13 88 98
E-Mail: andreas.kraemer@rewe-group.com