Im Wettbewerb bestehen
Das Global Sourcing-Programm hat ein weltweites Netzwerk an Spinnereien etabliert
Christian Barthel kommt viel herum in der Welt. Vor allem, wenn er zu seinen beiden Büros in Istanbul und Shanghai unterwegs ist. Er ist der Global Sourcing Manager der Aid by Trade Foundation. In dieser Funktion sorgt er dafür, dass die afrikanische Baumwolle von Cotton made in Africa weltweit zu Garnen versponnen wird. Damit erfüllt er eine wichtige Funktion als Bindeglied hin zu den Handelspartnern der Nachfrageallianz, die afrikanische Baumwolle weltweit weiterverarbeiten. Barthel ist ein umtriebiger Mensch. In Shanghai beispielsweise schult er seit Anfang Januar eine neue Mitarbeiterin, die in Zukunft das Projekt in Asien vertreten soll. Überdies besucht er potentielle Partner, die bei Cotton made in Africa künftig mitmachen wollen.
Global Sourcing wurde vor zwei Jahren in der Aid by Trade Stiftung neu gegründet, um den Handelsunternehmen und Produktionsbetrieben weltweit als Service-Dienstleister zur Verfügung zu stehen. Die Tätigkeit umfasst hauptsächlich die Suche nach Spinnereien und Stoffproduzenten, welche die Projektbaumwolle verarbeiten. Was einen immensen Vorteil hat: Die Partner in der Nachfrageallianz können überall schnell auf die Baumwolle zugreifen, die sie für die Produktion ihrer Textilien vor Ort benötigen. Seit 1. Januar 2009 werden in Istanbul und Shanghai eigene Büros betrieben, die das Projekt vor Ort betreuen.
Das Global Sourcing Department (GS) hat es in erfolgreicher Arbeit geschafft, dass die Cotton made in Africa-Baumwolle mittlerweile auf zehn verschiedenen Märkten angeboten und in 15 verschiedenen Spinnereien verarbeitet wird. Das Netzwerk der Spinnereien reicht von China über Thailand bis in die Türkei. Und selbst in Deutschland gibt es zwei Standorte, wo Garne aus afrikanischer Baumwolle hergestellt werden. Eine Flexibilität, die hilft, am Weltmarkt mitspielen zu können.
Cotton made in Africa will am weltweiten Baumwollmarkt konkurrenzfähig sein. Vor allem auch in den Billigproduktionsländern China und Pakistan, wo vor allem auch eigene Baumwolle weiterverarbeitet wird. Ein Vorhaben, das nicht immer einfach ist. In China hat man es sogar kürzlich schon einmal geschafft, unter dem Preis der heimischen Billigbaumwolle zu liegen. Schon plant man ein weiteres Büro in Kapstadt, denn Südafrika ist ein nächster interessanter Absatz- und auch Produzentenmarkt für Cotton made in Africa
Text: Peter Felixberger
Contact:
Christian Barthel
Aid by Trade Foundation
Head of Global Sourcing
Enco Tesisleri, Basin Ekspres Yolu
Cemal Ulusoy Cad. No.
34620 Yenibosna Istanbul
Turkey
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