Eine große Familie
Eine Reise mitten hinein in die Baumwollernte Benins macht deutlich, wie wichtig der Austausch zwischen afrikanischen Bauern und europäischen Handelsfirmen ist
„Ein unvergessliches Erlebnis!“ „Jede Minute war eine Bereicherung. Ein Erlebnis!“ Die Superlative nahmen fast kein Ende. Von einer fünftägigen Reise, die Einkaufspartner von „Cotton made in Africa“ jüngst nach Afrika führte. Mitten hinein in die Ernteaktivitäten auf den Baumwollfeldern im Norden Benins. Marion Feldmann, Einkaufsleiterin bei Otto, brachte es stellvertretend auf den Punkt: „Ich denke, es ist wichtig, dass möglichst viele Partner die Bauern und das Projekt vor Ort sehen. Nur so kann man begreifen, warum unsere Unterstützung so wichtig ist! Für mich war die Reise fantastisch.“
Auf der Tagesordnung standen nicht nur Gespräche mit Baumwollbauern vor Ort, sondern auch ein Schulbesuch sowie eine Audienz bei einem der zahlreichen Regionalkönige. Jacqueline und Heiner Sefranek, Geschäftsführer von Mustang Jeans, waren besonders von der intensiven Kooperation der Partner und Förderer angetan: „Vor allem waren wir beeindruckt, wie weit die Arbeit des Projekts schon gediehen ist und welche Akzeptanz sie im Land genießt. Hut ab vor der Arbeit in Hamburg, vor Ort und auch in Kooperation mit der GTZ. Das hat uns noch mehr motiviert, Teil des Projekts Cotton made in Africa sein zu dürfen. Weiter so!“
Die Reise vermittelte überdies konkrete Eindrücke vom Enthusiasmus der Baumwollbauern. Wo andernorts nur geredet wird, hier wird sie Wirklichkeit: Die Hilfe zur Selbsthilfe, die ankommt. Die Teilnehmer waren sich auf dem Rückflug einig: „Der Einsatz für das Projekt Cotton made in Africa lohnt sich. Es sichert den Baumwollbauern ein höheres Einkommen.“ Bewegt zeigte sich auch Bernd Houillon, der Geschäftsführer von Apart: „.Vor allem, als wir dann auf dem Baumwollfeld unsere Abschiedsreden hielten.“
Keine Frage: Ein Projekt wie Cotton made in Africa lebt besonders auf, wenn man jenseits von PR-Broschüren und Hochglanzbildern einen Blick hinter die Kulissen erhält. Gegenseitiges Verstehen und Kennenlernen war die Devise dieser Reise. Die Baumwollbauern vor Ort konnten sich mit ihren europäischen Abnehmern austauschen. Und Letztere bekamen einen intensiven Eindruck, wo die Wertschöpfungskette afrikanischer Baumwolle ihren Anfang nimmt. Und wie wichtig sie als Geschäftspartner für die afrikanischen Baumwollproduzenten sind. Business & Development – konkret und nachhaltig.
Text: Peter Felixberger